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Mörser kaufen

Mörser kaufen – Was ist zu beachten?

Wir haben die wichtigsten Aspekte zusammengestellt, die ihr vor dem Kauf eines Mörsers kennen solltet.

Immer wieder taucht die Frage auf, welcher Mörser der beste für die Küche ist. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn jedes Modell hat seine eigenen Vorteile. Wir helfen euch dabei, die richtige Wahl zu treffen. Entscheidend sind der Einsatzzweck, die Größe, das Material und die Form – in dieser Reihenfolge, denn der Zweck bestimmt den Rest. Stellt euch vor dem Kauf diese vier Fragen und prüft danach die Qualität.

Kurz gesagt: Wer nur einen Mörser kaufen will und sich nicht festlegen mag, nimmt einen Granitmörser mit 14 bis 16 Zentimetern Durchmesser und zweieinhalb bis drei Kilogramm Gewicht. Er ist groß genug für Pesto und Currypaste, handlich genug für Gewürze und schwer genug, um von allein zu stehen – der Allrounder, mit dem ihr am wenigsten falsch macht.

1. Wofür braucht ihr den Mörser?

Die richtige Wahl führt über die Frage, was überwiegend in den Mörser soll. Für die fünf häufigsten Aufgaben sieht die Antwort so aus. Welches Material jeweils am besten passt, haben wir im Abschnitt „Welches Material eignet sich wofür?“ unter Das Material zusammengestellt – hier geht es um Größe, Innenfläche und Gewicht.

Pesto
16 bis 20 Zentimeter, damit Basilikum und Pinienkerne Platz zum Verreiben haben; mit 14 Zentimetern gelingt eine kleine Portion. Die Innenfläche darf glatter sein, weil Basilikum und Knoblauch anders als Pfefferkörner nicht wegrutschen oder wegrollen, und etwas Gewicht hilft, weil das Verreiben dauert. Marmor ist hier ausdrücklich eine gute Wahl.
Gewürze und Pfeffer
10 bis 14 Zentimeter mit einer tiefen Schale, damit die Körner nicht herausspringen. Die Innenfläche sollte rau sein, sonst rollen Pfefferkörner nur im Kreis, und der Mörser schwer genug, dass ihr ihn nicht festhalten müsst.
Currypaste
Ab 16 Zentimetern, mit rauer Fläche und viel Gewicht – am besten ab etwa drei Kilogramm. Zitronengras, Galgant und Chilis brauchen Ausdauer und kräftiges Stoßen, und dabei muss der Mörser von allein stehen bleiben.
Frische Kräuter
10 bis 14 Zentimeter, glatte oder leicht raue Fläche. Kräuter sollen zerdrückt werden, nicht zermahlen – dafür reicht ein leichter Mörser, Gewicht spielt hier kaum eine Rolle.
Samen und Hartes
Für Senfsaat, Nelken, Zimtrinde oder Muskatnuss eine enge, tiefe Schale unter 14 Zentimetern, eine sehr raue Fläche und viel Gewicht. Porzellan und Keramik sind hier die falsche Wahl: Bei kräftigen Schlägen riskiert ihr einen Sprung in der Schale.

Ein Mörser, der alles gleich gut kann, ist die Ausnahme – am nächsten kommt ihm der Allrounder aus der Mitte, mehr dazu gleich bei der Größe. Wer oft Pesto und oft Gewürze zubereitet, ist mit zwei Mörsern besser bedient als mit einem Kompromiss: einem großen für Pasten und einem kleinen, tiefen für Samen.

2. Welche Größe passt?

Auch die Größe spielt eine wichtige Rolle. Frische Gewürze haben viel Volumen, daher empfehlen wir einen Mörser mit mindestens 14 cm Durchmesser. Große Mörser bieten mehr Platz und erleichtern das Mahlen.

Granitmörser bringen durch ihr Material automatisch ein hohes Gewicht mit – oft 3 kg oder mehr. Das ist ein Vorteil: Die Standfestigkeit verbessert den Mahlvorgang und verhindert Verrutschen.

Tipp: Ein Küchentuch unter dem Mörser schützt eure Arbeitsfläche vor Kratzern.

Wie groß „groß“ ist, lässt sich an drei Zahlen ablesen, die fast jeder Hersteller angibt. Die Übersicht zeigt, was bei Steinmörsern der gängigen Größen üblich ist:

Durchmesser Füllmenge Gewicht
10 cm ca. 120 ml ca. 1,4 kg
13 cm ca. 250 ml ca. 1,9 kg
14 cm ca. 400 ml 2,5–3,3 kg
16 cm 500–580 ml 2,6–2,8 kg
20 cm ca. 1 l ca. 5,6 kg
Fett: die Allrounder-Größen. Außendurchmesser; Gewicht je nach Hersteller mit oder ohne Stößel. Quelle: Herstellerangaben zu dreizehn Granit- und Marmormörsern aus dem Versandhandel, Stand September 2026 – ausgewertet, nicht nachgewogen.

Was das für die Küche bedeutet, Größe für Größe: Ein 10-Zentimeter-Mörser ist ein reiner Gewürzmörser für Pfefferkörner, Kreuzkümmel oder ein paar Kardamomkapseln – für Pesto oder Currypaste ist er zu klein. Mit 13 Zentimetern reicht es für Gewürzmischungen und kleine Mengen Paste wie Knoblauch mit Salz, für eine Portion Pesto wird es eng. Ab 14 Zentimetern beginnt der Allrounder: groß genug für eine Portion Pesto und noch handlich genug für Gewürze. 16 Zentimeter sind die bequeme Größe für Pesto und Currypasten, weil Blätter und Fasern Platz zum Verreiben brauchen – und für Gewürze gerade noch nicht zu weit. Ein 20-Zentimeter-Mörser mit über fünf Kilogramm ist für große Mengen gebaut, etwa Pesto für viele Personen oder Currypaste auf Vorrat, und braucht einen festen Platz auf der Arbeitsfläche.

Unsicher? Nehmt die Mitte. 14 bis 16 Zentimeter sind die besten Allrounder: Ein Mörser dieser Größe verarbeitet eine Portion Pesto ebenso wie eine Handvoll Pfefferkörner, und mit zweieinhalb bis drei Kilogramm steht er von allein. Kleinere Mörser sind Spezialisten für Gewürze, größere für Pasten in großen Mengen – beide lohnen sich erst als zweiter Mörser. Wer nur einen kauft, macht mit der Mitte am wenigsten falsch.

So sieht ein Mörser aus der Mitte aus – Granit, 16 Zentimeter, 2,8 Kilogramm. Die Produktboxen auf dieser Seite enthalten Affiliate-Links: Kauft ihr darüber ein, erhalten wir eine Provision, für euch bleibt der Preis gleich.

Kesper | Mörser mit Schlegel, Material: Granit, Maße: Ø 16 cm, H: 8,5 cm, Farbe: Dunkelgrau | 71501
  • Massiver Granit: Extrem robust und langlebig – für eine besonders stabile Arbeitsgrundlage
  • Starkes Gewicht: 2,8 kg – kein Verrutschen, ideal für intensives Zerstoßen
  • Edles Design: Polierte Oberfläche mit natürlicher Steinstruktur – stilvoll und funktional zugleich
  • Vielseitig verwendbar: Für Kräuter, Gewürze, Samen, Nüsse oder Pasten – ein Must-have in jeder Küche
  • Schonende Zubereitung: Aromen bleiben durch manuelles Zerstoßen besonders intensiv erhalten

Letzte Aktualisierung am 11.09.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Zwei Dinge sollte man beim Vergleichen wissen. Die meisten Hersteller geben den Außendurchmesser an; die Arbeitsfläche innen ist drei bis fünf Zentimeter kleiner, und einige Anbieter nennen ausdrücklich nur das Innenmaß. Und die Füllmenge ist das Fassungsvermögen bis zum Rand – arbeiten lässt es sich nur mit einem Viertel bis einem Drittel davon, warum, steht unter Die richtige Mörsertechnik.

Und größer? Mörser mit 30 oder 40 Zentimetern Durchmesser sind für den Haushalt die Ausnahme: Unter den Herstellerangaben, die wir ausgewertet haben, endet das Angebot bei rund 21 Zentimetern. Für größere Stücke haben wir keine verlässlichen Angaben zu Füllmenge und Gewicht gefunden, deshalb stehen sie nicht in der Tabelle. Die größten Modelle, die wir empfehlen, findet ihr in unserem Shop.

3. Welches Material?

Im Handel findet ihr Mörser aus Granit, Marmor, Keramik, Holz oder Kunststoff. Wer sich nicht auskennt, verliert schnell den Überblick. Deshalb hilft es, vom Einsatzzweck aus zu denken: getrocknete Gewürze, Kräuter oder Pasten?

Jedes Material hat seine Besonderheiten:

  • Holz reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit.
  • Marmor verträgt keine Säuren wie Zitronensaft oder Essig.
  • Keramik ist stoßempfindlich.
  • Kunststoff verformt sich bei Hitze und verkratzt leicht.

Beim Mahlen von getrockneten Gewürzen entsteht starke punktuelle Belastung. Daher eignen sich harte Mineralien am besten. Weiche Materialien wie Holz oder Kunststoff geben schnell Geschmack ab oder werden beschädigt – Marmor nutzt sich bei harten Gewürzen schneller ab als Granit. Für Pesto, Knoblauch und weiche Pasten ist Marmor dagegen eine sehr gute Wahl.

Für getrocknete Gewürze bleibt die Wahl zwischen Granit und Keramik:

  • Granit ist robust, langlebig und ideal für getrocknete Gewürze.
  • Keramik mahlt fein, ist aber empfindlich beim Zerstoßen harter, getrockneter Zutaten.

Unser Fazit: Granit ist der vielseitigste Allrounder. Für Pesto oder weiche Kräuter reicht auch ein Keramik- oder Marmormörser.

4. Welche Form?

Mörser gibt es in vielen Formen: bauchig, schalenförmig oder konisch, mit rundem oder flachem Boden. Manche Mörser haben Ausgüsse oder Griffe. Wir empfehlen den klassischen konischen Mörser, da er vielseitig einsetzbar ist und keine unnötigen Zusätze besitzt.

5. Woran ihr einen guten Mörser erkennt

Ob ein Mörser taugt, lässt sich an fünf Merkmalen ablesen – im Geschäft mit der Hand, im Versandhandel an den Herstellerangaben. Die folgenden Punkte gelten für jedes Material.

Gewicht
Der wichtigste Einzelwert. Ein Steinmörser ab 14 Zentimetern sollte mindestens zweieinhalb Kilogramm wiegen – dann steht er von allein und nimmt die Arbeit mit seinem Eigengewicht auf. Was bei welcher Größe üblich ist, zeigt die Tabelle oben.
Standfestigkeit
Ein breiter, ebener Boden ist wichtiger als ein schöner Fuß. Gummifüße oder ein Sockel aus Kork oder Holz schützen die Arbeitsplatte und dämpfen den Schlag. Ein Mörser, der beim Stoßen wandert oder kippelt, wird auf Dauer nicht benutzt.
Innenfläche
Rau für trockene Gewürze, glatter für Pasten – die Abwägung steht in den Fragen unter Das Material. Beim Kauf zählt vor allem, dass die Fläche innen unbehandelt ist: Lack, Farbe oder eine glänzende Versiegelung haben in einem Arbeitsmörser nichts zu suchen.
Stößel
Er sollte aus demselben oder einem ähnlich harten Material bestehen wie die Schale, sonst nutzt sich das weichere Teil ab. Dazu gut in der Hand liegen und lang genug sein, dass die Finger beim Arbeiten nicht an den Rand stoßen.
Verarbeitung
Ein guter Steinmörser ist aus einem Stück gearbeitet, ohne Risse, Kittstellen oder abgeplatzte Kanten. Gibt er nach dem Einarbeiten noch Staub oder Farbe ab, ist er kein guter Mörser – das betrifft vor allem sehr günstige Modelle aus gepresstem Steinmehl. Wie das Einarbeiten geht, steht unter Mörser richtig reinigen.

Und der Preis? Einen brauchbaren Mörser gibt es in jeder Preisklasse; die üblichen Spannen je Material stehen ebenfalls unter Das Material. Sparen lässt sich an der Optik, nicht am Stein: Lieber einen kleineren Mörser aus echtem Granit als einen großen aus Steinmehl – und wer wenig ausgeben will, ist mit Porzellan besser bedient als mit einem Billigstein. Welche Hersteller welche Mörser anbieten, vom Marmormörser aus dem Möbelhaus bis zum Gusseisenmörser aus Schweden, ordnen wir unter Mörser-Marken im Überblick ein.

Die derzeit meistverkauften Granitmörser, an denen ihr die fünf Merkmale gleich nachprüfen könnt:

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Wir hoffen, dass euch diese Entscheidungshilfe weiterbringt. Wenn ihr Zweck, Größe, Material und Form für euch geklärt habt, könnt ihr beruhigt euren Mörser kaufen. Unsere Empfehlungen basieren auf persönlichen Erfahrungen, die Zahlen zu Größe und Gewicht auf Herstellerangaben – wie wir das trennen, steht unter Über uns. Andere Sichtweisen sind natürlich willkommen. Wir freuen uns über eure Anmerkungen und Austausch.

Eure Fragen aus den Kommentaren

Unter diesem Beitrag sind über die Jahre Fragen zusammengekommen, die mehr Leser betreffen als den, der sie gestellt hat. Die häufigste dreht sich um den Abrieb – sie beantworten wir hier ausführlicher, drei weitere gleich mit.

Wie viel Abrieb ist bei einem Steinmörser normal?

Ein neuer Steinmörser gibt beim ersten Gebrauch sichtbar grauen Staub ab. Das ist Gesteinsmehl aus der Fertigung, und es gehört vor dem ersten Einsatz herausgearbeitet – wie das geht, steht unter Mörser richtig reinigen. Danach bleibt bei echtem Granit ein minimaler Abrieb, der mit der Zeit weiter abnimmt.

Einen völlig abriebfreien Steinmörser gibt es nicht. Wer gar keinen Abrieb möchte, greift zu Edelstahl und nimmt in Kauf, dass trockene Körner auf der glatten Wand schlechter zu fassen sind. Für die Kaufentscheidung heißt das: Starker Abrieb auch nach dem Einarbeiten ist ein Qualitätsmangel, kein Normalzustand. Wer in Kundenbewertungen davon liest, sollte prüfen, ob es um einen massiven Granitmörser geht oder um ein sehr günstiges Modell aus gepresstem Steinmehl – bei Letzterem ist das ein bekanntes Problem.

Ob der verbleibende Abrieb der Gesundheit schadet, haben wir im Abschnitt „Ist ein Granitmörser gesundheitsschädlich?“ unter Das Material ausführlich beantwortet. Und wer vor der Wahl steht, ob es auch der günstige Marmormörser aus dem Möbelhaus tut: Den ordnen wir unter Mörser-Marken ein.

Taugt ein Mörser aus Achat für die Küche?

Achatmörser kommen aus dem Labor, und der Grund ist genau die Frage nach dem Abrieb: Mit einer Härte von 6,5 bis 7 auf der Mohs-Skala ist Achat härter als alles, was man in der Küche darin zerreibt, und gibt praktisch nichts an das Mahlgut ab – im Labor würde jeder Abrieb die Probe verfälschen. Achat ist eine dichte Form von Quarz und reagiert nicht mit Lebensmitteln; vom Material her spricht für die Küche also nichts dagegen.

Die Grenzen liegen woanders. Achatmörser sind meist klein, vergleichsweise teuer und zum Reiben gemacht, nicht zum Stoßen – kräftige Schläge oder ein Sturz können die Schale springen lassen. Für Safran, eine Prise Samen oder ein feines Pulver ist ein Achatmörser ein Luxus, der funktioniert; als Allrounder für Pesto oder Currypaste ist er zu klein und zu empfindlich. Wer einen kauft, sollte auf ungefärbten Stein achten, denn Achat für Dekoration und Schmuck wird häufig eingefärbt.

Suribachi: Was bringt ein Mörser mit Rillen?

Der Suribachi ist eine japanische Reibschale aus Keramik, deren unglasierte Innenseite von feinen Rillen durchzogen ist; dazu gehört ein Stößel aus Holz. Die Rillen übernehmen die Arbeit, die bei Stein die raue Oberfläche leistet: Sie halten Sesam, Nüsse oder Miso fest, während der Stößel kreisend darüber reibt. Das ist das Prinzip der Reibschale, nicht das des Schlagmörsers – den Unterschied erklären wir unter Mörser – die Form.

Für die Kaufentscheidung heißt das: Ein Suribachi ist leicht, lässt sich mit einer Bürste aus den Rillen reinigen und ist hervorragend für Sesam, Pasten und Dressings. Für harte Gewürze, die erst aufgebrochen werden müssen, fehlt ihm das Gewicht, und die Keramik verträgt keine kräftigen Schläge. Ob er in die Spülmaschine darf, hängt vom Modell ab – im Zweifel steht es in der Herstellerangabe.

Marmor für Pesto – machen es die Genuesen falsch?

Nein, im Gegenteil. Der Mörser aus Carrara-Marmor mit Holzstößel ist in Genua das klassische Werkzeug für Pesto, und das hat einen guten Grund: Basilikum und Knoblauch rutschen und rollen nicht weg wie Pfefferkörner, deshalb braucht es keine raue Mahlfläche – und von der glatten Marmorfläche lässt sich die Paste am Ende sauber herausnehmen. Der Holzstößel geht dabei schonend mit den Blättern um.

Die Einschränkung weiter oben bezieht sich auf harte, trockene Gewürze: Dort nutzt sich Marmor schneller ab als Granit, und Säure wie Zitronensaft greift ihn an. Für Pesto dagegen ist Marmor eine ausgezeichnete Wahl, so wie wir es auch in unserem Material-Ratgeber beschreiben. Unser Rezept dazu steht unter Pesto alla Genovese.

Häufige Fragen zum Mörserkauf

Welcher Mörser ist der beste?

Einen Testsieger für alle Zwecke gibt es nicht, weil ein Mörser für Pesto andere Eigenschaften braucht als einer für Pfefferkörner. Für die meisten Küchen ist ein Granitmörser aus der Mitte die sicherste Wahl: 14 bis 16 Zentimeter Durchmesser und zweieinhalb bis drei Kilogramm Gewicht – schwer genug, um von allein zu stehen, rau genug für trockene Gewürze und groß genug für eine Portion Pesto. Wer vor allem ein bestimmtes Gericht zubereitet, wählt nach dem Zweck.

Welche Größe sollte ein Mörser haben?

14 bis 16 Zentimeter Außendurchmesser sind die beste Allroundgröße – das reicht für eine Portion Pesto und ist noch handlich für Gewürze. Mörser um 10 Zentimeter eignen sich nur für kleine Mengen Gewürze, Mörser um 20 Zentimeter für Pasten auf Vorrat. Beim Vergleichen darauf achten, ob der Hersteller den Außen- oder den Innendurchmesser angibt: Innen ist die Schale drei bis fünf Zentimeter kleiner.

Wie schwer sollte ein Mörser sein?

Ein Steinmörser mit 14 bis 16 Zentimetern wiegt nach Herstellerangaben meist zwischen zweieinhalb und drei Kilogramm, ein 20-Zentimeter-Modell über fünf. Das Gewicht ist kein Nachteil, sondern die Funktion: Ein schwerer Mörser steht von allein, rutscht nicht und nimmt die Arbeit über sein Eigengewicht auf. Nur für frische Kräuter reicht ein leichter Mörser.

Gibt es einen Mörser ganz ohne Abrieb?

Aus Stein nicht – auch ein guter Granitmörser gibt nach dem Einarbeiten noch minimal ab. Praktisch abriebfrei sind Edelstahl und der sehr harte Achat aus dem Laborbedarf. Beide haben Grenzen: Auf der glatten Edelstahlwand rutschen trockene Körner, und Achat verträgt keine kräftigen Schläge. Starker Abrieb nach dem Einarbeiten ist bei jedem Steinmörser ein Qualitätsmangel.

Wo kann man Mörser und Stößel kaufen?

Im Haushaltswarenhandel, in Asia-Märkten – dort vor allem schwere Granitmörser aus Thailand –, in Möbelhäusern und im Versandhandel. Der Vorteil des Ladens: Gewicht und Innenfläche lassen sich in die Hand nehmen, und genau diese beiden Merkmale verraten über einen Mörser am meisten. Im Versandhandel sind die Herstellerangaben zu Durchmesser, Gewicht und Füllmenge der wichtigste Anhaltspunkt.


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Kommentare

16 Kommentare zu „Mörser kaufen – was beachten?“

  1. Avatar von Margitta
    Margitta

    Das hat mir sehr geholfen. Habe vorher lange überlegt ob Granit oder Keramik. Ich habe mir jetzt hier direkt einen Granitmörser bestellt der meinen Anforderungen entspricht. Ich freue mich total.. Vielen Dank!

  2. Avatar von Hubert
    Hubert

    Wie sieht es mit Edelstahl aus?

    1. Avatar von temmedia
      temmedia

      Hallo Hubert,

      Edelstahl empfehlen wir nicht. Edelstahl ist extrem glatt und die Zutaten im Mörser rutschen sehr leicht umher. Außerdem sind sie sehr leicht und rutschen beim Mörsern durch die Gegend. Ich empfinde sie eher als Deko-Stücke. Aus den genannten Gründen würde ich von einem Edelstahl-Mörser abraten. Wenn du doch einen Edelstahlmörser kaufen möchtest, greife lieber zu den etwas schwereren (leider auch teureren) denn sie halten die Form besser. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass günstige Mörser aus Edelstahl leicht auch verbeulen. Hoffentlich konnten wir dir bei der Auswahl etwas helfen. Dein Mörserwelt-Team

  3. Avatar von Almin Causevic
    Almin Causevic

    Hallo Mörserwelt-Team,

    Vielen Dank für die tollen Tipps!

    Almin Causevic

  4. Avatar von wir-lieben-google-adwords

    Vielen Dank für die super Tipps, ich werde die beim Kauf auf jeden Fall beachten!

    Liebe Grüße

  5. Avatar von Lilly
    Lilly

    Vielen Dank für die Tipps, die ein wenig Licht ins Dunkel der Mörserwahl bringen :-) Auf der Suche nach einem Granitmörser bin ich (als ich den Werbelinks auf eurer Seite zu den Amazon-Rezensionen folgte) immer wieder darauf gestoßen, dass diese wohl viel Abrieb erzeugen (anscheinend bei vielen auch nach mehrmaligem Gebrauch und vorherigem ‚Einmörsern‘). Habt ihr eine ganz konkrete Produktempfehlung? Oder geht vielleicht fürs Erste doch auch der IKEA Mörser, der halt aus Marmor ist?

    Herzliche Grüße
    Lilly

    1. Avatar von temmedia
      temmedia

      Hallo Lilly, danke für deine Nachricht. Also um es direkt zu beantworten kannst du dir den Mörser von Jamie Oliver anschauen. (https://amzn.to/38ebOrm) Er ist etwas teurer und sieht hübsch aus. Dafür hält er „ein Leben lang“. Aber auch da – und das ist normal – wird es etwas Abrieb geben. Bei Marmor wird es aber noch mehr sein. Der Abrieb ist Stein, das ist natürliches Material und kommt zum Glück auch „unverdaut“ wieder raus ;) Es ist natürlich verständlich, dass du das nicht möchtest. Durch „einmörsern“ zu Beginn wird der Abrieb reduziert. Bei sehr hartem – insbesondere mineralischem – Mahlgut wie Salz reibt aber auch später noch immer etwas ab. Bei weichen Blättern dann nicht mehr. Einen komplett abriebfreien Mörser wirst du leider nirgends finden. Lass dich davon aber nicht verunsichern. In der Praxis ist das aus meiner Sicht nur störend wenn du es durch Mahlen von ausschließlich weißem Salz richtiggehend suchst. In einer normalen durchschnittlichen Gewürzmischung (Salz Pfeffer, getrocknete Kräuter), nehme ich das gar nicht wahr. Da reibt dann auch nicht nur ausschließlich hartes Salz herum und der Abrieb ist wenn überhaupt dann minimal. Ich hoffe ich konnte dir damit deine Sorge etwas nehmen die du wirklich nicht zu haben brauchst :)

  6. Avatar von Sandy Miehling

    Vielen Dank für diese Informationen. Ich wusste nicht, dass es so viel über Mörser zu lernen gab. Ich habe aus diesem Artikel eine Menge gelernt.

  7. Avatar von Tina
    Tina

    Ich habe gehört, dass Urmenschen teilweise abgeriebene Zähne haben, weil sie ihr Getreide auf Steinen zermahlen und dabei wohl immer etwas Steinsand mitessen. Deshalb frage ich mich, ob der Abrieb eines Mörsers, wenn man ihn oft genug verwendet, auf Dauer die Zähne schädigen kann. Ich hab durch Knirschen schon abgeriebene Zähne deshalb werd ich lieber einen Holzmörser kaufen.

  8. Avatar von Nicola
    Nicola

    Im Labor haben wir jeweils Mörser aus Achat verwendet um gewisse Mineralien zu zerkleinern und im Röntgendiffraktometer zu messen. Der Grund für dieses Material ist, dass praktisch kein Abrieb entsteht der die Messung beeinflussen würde. Leider sind die Dinger schweineteuer. Wären diese für die Lebensmittelverarbeitung ebenfalls geeignet, oder gibt es irgendein Argument dagegen?

    1. Avatar von Anton
      Anton

      Was sollte schon passieren? Du weißt ja selbst, dass sogar beim Mahlen von vielen Mineralien praktisch kein Abrieb entsteht. Und das Bisschen, das doch entsteht… naja, aus was besteht Achat? Was sich da abreibt ist auch nichts anderes als das, was Du in den meisten Sandkästen als Sandkörner und Sandstaub findest.

  9. Avatar von Sabine Hagg

    Ich verwnde einen japanischen Mörser: Suribachi Keramik-Mörser mit Bambus-Stössel. Durch die Rillen kann man schnell und einfach zerkleinern und danach auch mit einem Pinsel die Reste herausbürsten.
    Zwischendurch gebe ich in einfach in die Spülaschine. Die sehr lange Haltbarbkeit hat mich zusätzlich überzeugt und er ist nich tos schwer wie ein Steinmörser.

  10. Avatar von Norbert Lange
    Norbert Lange

    Also machen es die Genuesen seit Jahrhunderten konsequent falsch, indem sie für ihr Pesto Mörser aus Carrara-Marmor und Holzstössel verwenden?

  11. Avatar von Kerstin
    Kerstin

    Danke für die Tipps. Ihr habt mir bei der Entscheidung sehr geholfen.

  12. […] unserem letzten Beitrag hatten wir euch ausführlich dargestellt, worauf ihr beim Mörserkauf achten solltet. Wir hatten euch dabei die magischen drei Kriterien – Material, Größe, Form – […]

  13. […] wollen verrieben werden, nicht gestapelt. Welche Größe für welche Menge passt, steht in unserer Kaufberatung – für eine Portion Pesto reicht ein Mörser ab 14 Zentimetern, bequemer wird es ab 16. Beim […]

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