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Mörser kaufen Mörser - Das Material

Mörser – Das Material

Wir zeigen euch, auf welche verschiedenen Materialien ihr beim Mörserkauf stoßen könntet und worin die Unterschiede liegen.

In unserem letzten Beitrag hatten wir euch ausführlich dargestellt, worauf ihr beim Mörserkauf achten solltet. Wir hatten euch dabei die magischen drei Kriterien – Material, Größe, Form – hingewiesen. So könnt ihr sicher sein, für euch den besten Mörser zu finden. Am besten bestellt ihr einen Mörser aus den folgenden Materialien und legt direkt los.

Granitmörser

Wir hatten schon beschrieben, dass Granitmörser eindeutig unsere Favoriten sind. Ihr hohes Gewicht verleiht ihnen die richtige Standfestigkeit und Rutschfestigkeit die man für intensives Mahlen braucht. Wenn ihr den Mörser nicht gerade auf den Fußboden schmeißt, ist er extrem robust und behält seine extrem guten Mahleigenschaften über die gesamte Lebensdauer und – wenn es ein echter Granitmörser ist – auch kaum Abnutzung.

Stärken
Das Gewicht von zwei bis sechs Kilogramm nimmt die Arbeit auf: Der Mörser steht von allein, man muss ihn nicht festhalten. Die raue Innenfläche greift auch trockene Pfefferkörner und Koriandersamen, statt sie herumzuschieben. Granit ist unempfindlich gegen Säure, Öl und Hitze.
Grenzen
Dasselbe Gewicht macht ihn unbeweglich – ein Granitmörser steht dort, wo man ihn hinstellt. Neu gekauft gibt er Gesteinsstaub ab und muss vor dem ersten Gebrauch eingearbeitet werden. Wer ihn fallen lässt, riskiert eher die Fliese als den Mörser.
Pflege
Warmes Wasser und eine Bürste, sonst nichts. Seife hat im porösen Stein nichts verloren, weil er sie aufnimmt und später wieder abgibt. Ausführlich steht das unter Mörser richtig reinigen.
Preisrahmen
Etwa 25 bis 70 Euro, je nach Größe und Verarbeitung. Nach oben ist die Grenze offen, nach unten wird es selten gut – sehr billige Angebote sind oft kein Granit, sondern gepresstes Steinmehl.
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Marmormörser

Marmormörser haben im wesentlichen die gleichen Eigenschaften wie Granitmörser. In der Küche sind sie meist echt Hingucker, da ihre Marmorierung meist wirklich toll aussieht. Der Glanz setzt dabei noch einen drauf. Leider sind die Mörser anfällig für Säuren, daher für uns nur zweite Wahl.

Stärken
Schwer und standfest wie Granit, dabei deutlich ansehnlicher. Die etwas glattere Fläche arbeitet weiche Zutaten sauber aus – für Pesto, Knoblauch und Kräuterpasten ist Marmor eine ausgezeichnete Wahl.
Grenzen
Marmor besteht aus Kalk und reagiert auf Säure. Zitronensaft, Essig oder Tomate hinterlassen matte Flecken, wenn man sie stehen lässt. Der Stein ist außerdem weicher als Granit und nutzt sich bei harten Gewürzen schneller ab.
Pflege
Nach säurehaltigem Mahlgut zügig mit warmem Wasser ausspülen. Keine Essig- oder Zitrusreiniger, keine Scheuermilch – beides greift die polierte Oberfläche an.
Preisrahmen
Etwa 20 bis 55 Euro. Marmor ist meist etwas günstiger als Granit gleicher Größe.
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Metallmörser

Mörser aus Metall sind eher selten anzutreffen. Die Mörser sind meist schön anzusehen, in der Küche aber eher ungeeignet. Vorteilhaft ist, dass die Mörser auch einmal herunterfallen können. Nachteilig ist aber insbesondere, dass die Mörser leicht einen metallischen Geschmack durch das intensiver reiben an das Mahlgut abgegeben.

Stärken
Praktisch unzerstörbar und leicht sauber zu halten. Messing- und Bronzemörser sind zudem echte Schaustücke – viele stehen aus gutem Grund eher im Regal als in der Arbeitszone.
Grenzen
Die glatte Wand gibt dem Mahlgut keinen Halt, es rutscht dem Stößel aus. Dazu kommt manchmal ein leicht metalliger Beigeschmack. Unbeschichtetes Messing und Bronze reagieren außerdem auf Säure – für Zitrone oder Essig sind sie nicht geeignet.
Pflege
Auswischen und gut trocknen. Messing läuft mit der Zeit an; wer den Glanz will, muss polieren – und das Poliermittel danach restlos entfernen.
Preisrahmen
Etwa 20 bis 50 Euro. Antike Stücke liegen deutlich darüber, sind dann aber Sammlerware und keine Küchenausstattung.
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Porzellanmörser

Porzellanmörser sind meist preisgünstig und eignen sich gut für die Herstellung von Pesto und anderen weichen, organischen Gewürzen. Das Zerreiben von getrockneten oder harten Gewürzen gelingt nicht so leicht. Bei hohem Kraftaufwand kann es passieren, dass der Mörser bricht. Ein Porzellanmörser ist ein hervorragender Zwei-Mörser. Bei Porzellanmörsern kann man auch zum günstigeren Produkt greifen.

Stärken
Vollkommen geschmacksneutral und dicht – Porzellan nimmt weder Aroma noch Farbe an. Die Innenfläche ist gezielt aufgeraut, die Außenseite glasiert. Aus der Apotheke kennt man die Form nicht ohne Grund.
Grenzen
Das geringe Gewicht muss man mit der zweiten Hand ausgleichen. Bei harten, trockenen Gewürzen ist das mühsam, und wer mit Kraft arbeitet, riskiert einen Sprung in der Schale.
Pflege
Der pflegeleichteste Mörser überhaupt: Spülmaschine, fertig. Auch Seife ist hier unproblematisch, weil nichts einzieht.
Preisrahmen
Etwa 10 bis 30 Euro – der günstigste Einstieg und ein sinnvoller Zweitmörser neben einem schweren Steinmodell.
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Edelstahlmörser

Ebenfalls sehr schick und sogar spülmaschinengeeignet. Eignet sich gut für Pesto, für das Zerreiben von festen und getrockneten Gewürzen häufig zu rutschig. Bei Edelstahlmörsern sollte man eher zum teureren Produkt greifen.

Stärken
Hygienisch, rostfrei und ohne jeden Abrieb – aus einem Edelstahlmörser gelangt nichts ins Essen außer dem, was man hineingegeben hat. Er überlebt jeden Sturz und jede Spülmaschine.
Grenzen
Die spiegelglatte Wand ist das Gegenteil dessen, was trockene Gewürze brauchen. Dazu ist die Arbeit laut.
Pflege
Spülmaschine oder heißes Spülwasser. Bei fettigen Rückständen hilft ein Tropfen Spülmittel – anders als bei Stein und Holz ist das hier ausdrücklich erlaubt.
Preisrahmen
Etwa 20 bis 45 Euro. Der Preis sagt hier viel über die Wandstärke – dünnwandige Modelle klappern und stehen unruhig.
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Olivenholzmörser

Olivenholzmörser glänzen – mehr noch als ihre Geschwister aus Marmor – mit ihrer edlen Optik. in der Regel werden sie aus einem Stück hergestellt, was ihnen eine hohe Stabilität und Widerstandsfähigkeit verleiht. Das Olivenholz verlangt nach der Verwendung eine ausgiebige Pflege, warmes Wasser zur Reinigung sowie einen Schuss Öl zum einreiben um die Feuchtigkeit im Holz zu halten.

Stärken
Leicht, leise und warm in der Hand. Für frische Kräuter und Gewürzmischungen, die eher zerdrückt als zermahlen werden sollen, ist Holz angenehm zu führen. Aus einem Stück gearbeitet, hält es jahrzehntelang.
Grenzen
Holz nimmt Aroma, Öl und Farbe an – Kurkuma und Knoblauch bleiben nachweisbar. Für harte trockene Gewürze fehlt das Gewicht. Dauerfeuchte und Spülmaschine lassen das Holz reißen.
Pflege
Nur warmes Wasser, nie einweichen, sofort abtrocknen. Gelegentlich mit lebensmittelechtem Öl einreiben, damit das Holz nicht austrocknet – wie das geht, steht unter Mörser richtig reinigen.
Preisrahmen
Etwa 25 bis 60 Euro. Olivenholz ist Naturmaterial – Maserung und Farbe sind bei jedem Stück anders.
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Steingutmörser

Sind selten anzutreffen und unseres Erachtens völlig ungeeignet da sie enormen Abrieb zeigen, was der Gewürzmischung nicht gut tut. Sie sind meist nicht besonders schwer. Ein Steinmörser ist nach unserer Auffassung nur zur Dekoration geeignet.

Stärken
Günstig und oft hübsch anzusehen. Damit ist die Liste auch schon zu Ende.
Grenzen
Steingut ist gröber und poröser gebrannt als Porzellan. Die Innenfläche reibt sich mit ab, und dieser Abrieb landet im Mahlgut. Dazu saugt sich die Wand mit Öl und Aroma voll, sodass der Mörser nach einigen Anwendungen nach allem riecht, was je darin war.
Pflege
Kaum sinnvoll durchzuführen – Gerüche lassen sich aus dem porösen Scherben nicht zuverlässig entfernen.
Preisrahmen
Etwa 10 bis 25 Euro. Für die Deko ist das in Ordnung, zum Arbeiten greift man besser zu Porzellan im selben Preisbereich.
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Ist ein Granitmörser gesundheitsschädlich?

Diese Frage wird uns häufiger gestellt als jede andere zum Thema Material, und sie hat einen nachvollziehbaren Auslöser: Wer einen neuen Steinmörser das erste Mal benutzt, findet darin graues Pulver. Das sieht nach Verschleiß aus und wirkt beunruhigend.

Es ist Gesteinsmehl aus der Fertigung. Beim Ausschleifen der Schale bleibt loser Abrieb in den Poren zurück, der beim ersten Mahlen herauskommt. Er stammt aus demselben Stein, aus dem der Mörser besteht, und lässt sich vollständig entfernen – genau dafür arbeitet man einen neuen Steinmörser vor dem ersten Gebrauch ein. Wie das Schritt für Schritt geht, steht unter Mörser richtig reinigen.

Danach bleibt der Abrieb minimal. Granit ist chemisch träge: Er reagiert nicht mit Lebensmitteln, gibt keinen Geschmack ab und nimmt keinen an. Marmor besteht im Wesentlichen aus Calciumcarbonat – demselben Kalk, der auch in Mineralwasser und in Calciumtabletten steckt. Beide Materialien gelten für den Küchengebrauch als unbedenklich, und beide werden seit Jahrtausenden genau dafür verwendet.

Was oft verwechselt wird
Quarzfeinstaub ist tatsächlich ein ernstes Thema – im Arbeitsschutz, beim Sägen und Schleifen von Stein über Stunden hinweg. Mit dem Mahlen von Pfefferkörnern in einer Küche hat das weder in der Menge noch im Aufnahmeweg etwas zu tun.
Worauf man achten sollte
Kaufen Sie den Mörser unversiegelt. Lack, Farbe oder eine glänzende Beschichtung im Inneren haben in einem Arbeitsmörser nichts zu suchen: Sie reiben sich ab, und anders als Stein ist dann nicht klar, was da abgeht. Naturstein braucht keine Versiegelung.
Das Warnzeichen
Wenn ein Mörser auch nach mehrmaligem Einarbeiten noch spürbar Staub oder Farbe abgibt, ist er kein guter Mörser. Das betrifft in der Praxis vor allem sehr günstige Modelle aus gepresstem Steinmehl und poröses Steingut – nicht massiven Granit.

Welches Material eignet sich wofür?

Die Frage nach dem besten Material lässt sich nicht allgemein beantworten, wohl aber für den jeweiligen Zweck. Wer überwiegend trockene Gewürze mahlt, braucht ein anderes Werkzeug als jemand, der Pesto herstellt. Diese Übersicht ordnet die sieben Materialien nach dem, was tatsächlich damit gearbeitet werden soll:

Trockene Gewürze, Pfeffer, Koriander, Kreuzkümmel
Granit, mit Abstand. Gewicht und raue Fläche sind hier durch nichts zu ersetzen. Marmor geht auch, nutzt sich aber schneller ab.
Pesto, Knoblauch, weiche Pasten
Marmor, Porzellan oder Edelstahl. Die glattere Fläche arbeitet weiche Zutaten sauber aus, und alle drei lassen sich anschließend rückstandslos reinigen.
Currypaste und andere feuchte Mischungen
Granit oder Marmor. Solche Pasten brauchen Ausdauer und Druck – dafür muss der Mörser von allein stehen bleiben.
Frische Kräuter
Olivenholz. Kräuter sollen zerdrückt werden, nicht zerrieben; dafür reicht ein leichter Mörser, und Holz geht schonend damit um.
Kleine Mengen, Tabletten, Apothekenarbeit
Porzellan. Geschmacksneutral, exakt zu dosieren, restlos zu reinigen.
Zur Zierde auf der Anrichte
Olivenholz, Metall oder Steingut. Alle drei sind Hingucker – Olivenholz ist dabei das einzige, das auch zum Arbeiten taugt.

Das Material ist allerdings nur die eine Hälfte. Ob das Mahlgut fein wird, entscheidet sich ebenso an der Arbeitsweise – Stoßen und Reiben führen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Wir haben das unter Die richtige Mörsertechnik ausführlich beschrieben.

Häufige Fragen zum Mörser-Material

Welches Material ist für einen Mörser am besten?

Für den überwiegenden Teil der Küchenarbeit ist Granit die beste Wahl: schwer genug, um von allein zu stehen, rau genug, um auch trockene Gewürze zu fassen, und unempfindlich gegen Säure und Öl. Wer hauptsächlich weiche Zutaten wie Pesto verarbeitet, ist mit Marmor oder Porzellan ebenso gut bedient. Ein pauschal bestes Material gibt es nicht – es gibt eines, das zum jeweiligen Zweck passt.

Ist der Abrieb von Granit- oder Marmormörsern gesundheitsschädlich?

Nach dem Einarbeiten ist der Abrieb minimal und gilt für den Küchengebrauch als unbedenklich. Das graue Pulver in einem fabrikneuen Steinmörser ist Gesteinsmehl aus der Fertigung, kein Zusatzstoff; es wird durch mehrmaliges Mahlen von Reis vollständig entfernt. Granit ist chemisch träge, Marmor besteht im Wesentlichen aus Kalk. Vorsicht ist nur bei innen lackierten oder versiegelten Billigmörsern angebracht – dort ist unklar, was sich löst.

Soll die Innenfläche rau oder glatt sein?

Das hängt vom Mahlgut ab. Eine raue Fläche gibt trockenen Körnern Halt und mahlt sie fein – ohne sie rutschen Pfefferkörner nur im Kreis. Eine glatte Fläche ist im Vorteil, wenn weiche Zutaten zu einer Paste verarbeitet werden sollen, und sie lässt sich leichter reinigen. Wer sich nicht festlegen will, nimmt einen rauen Steinmörser: Er wird mit den Jahren von selbst glatter.

Welches Mörser-Material ist am pflegeleichtesten?

Porzellan und Edelstahl. Beide sind dicht, nehmen weder Aroma noch Farbe an und dürfen in die Spülmaschine. Granit und Marmor verlangen etwas mehr Aufmerksamkeit, weil sie porös sind und keine Seife vertragen. Am aufwendigsten ist Olivenholz: nur warmes Wasser, sofort abtrocknen und gelegentlich einölen.

Welches Material eignet sich für Pesto und weiche Zutaten?

Marmor, Porzellan und Edelstahl. Bei weichen Zutaten kommt es nicht auf eine raue Mahlfläche an, sondern darauf, dass sich die Paste am Ende sauber herausbekommen lässt – und das gelingt auf einer glatteren Oberfläche besser. Ein Granitmörser funktioniert selbstverständlich ebenfalls, nur bleibt in seinen Poren mehr zurück.


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Kommentare

4 Kommentare zu „Mörser – Das Material“

  1. Avatar von ONMA
    ONMA

    Vom klassischen Granit in einer Vielzahl von Formen und Größen bis hin zu emailliertem Steinzeug und kühlem Marmor, die Mahlwirkung eines gut abgestimmten Mörtels. sehr interessant!

  2. Avatar von Adpoint GmbH

    Dieses Ding ist ein Muss in jeder asiatischen Küche. Ich glaube, sie können damit ihre eigenen hausgemachten Gewürze herstellen.

  3. Avatar von Makler Winni

    Vielen Dank, dass Sie Ihr Wissen über Mörser mit uns teilen. Ich wusste nicht, dass es verschiedene Arten von Mörsern gibt. Ich habe definitiv etwas Neues gelernt.

  4. Avatar von Simon Brocher
    Simon Brocher

    Hallo

    ein sehr bemerkenswerter Artikel! Das war ohne Frage eine Menge Arbeit! Danach hatte ich schon lange gesucht! Ich habe definitiv etwas Neues gelernt. Ich weiß jetzt, welche Art von Mörtel ich kaufen muss. Herzlichen Dank!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Simon Broche

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