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Granitmörser mit Pesto

Mörser richtig reinigen

Wir geben euch Tipps, wie ihr euren Mörser nach dem Gebrauch am besten reinigt.

Immer wieder werden wir gefragt, welche die beste Reinigungsmethode für den Mörser ist. Festzuhalten ist, dass ein Mörser ein Küchengerät ist und regelmäßig mit organischem Material in Berührung kommt. Sowohl trockene Gewürze als auch frische Kräuter hinterlassen nach dem mahlen Rückstände im Mörser.

Die meisten Mörser können nicht einfach in die Spülmaschine gesteckt werden, da die verwendeten Materialien nicht geeignet sind. Das Material wird angegriffen und wird porös oder quillt auf. Daher: Finger weg von Spülmitteln oder Spülmaschinen! Die Ausnahme bilden die Keramik- Porzellanmörser und einige Edelstahlmörser. Sie überstehen die Reinigung unbeschadet. Lest hier, was wir euch hinsichtlich der Reinigung empfehlen.

KESPER | Mörser mit Schlegel, Granit poliert, Ø 16 cm, Höhe 8,5 cm | 71501
  • Material: Aus poliertem Granit gefertigt; Steinmörser für die Zubereitung von Gewürzen und Kräutern
  • Funktion: Gewürze und Kräuter von Hand zerstoßen; Zutaten für Würzmischungen zerkleinern
  • Ausstattung: Mit Schlegel zum Bearbeiten der Zutaten im Mörser; beide Bestandteile für die manuelle Zubereitung enthalten
  • Maße: Mörser mit Ø 16 cm und einer Höhe von 8,5 cm; Abmessungen zur Planung des Platzes auf der Arbeitsfläche
  • Pflege: Vor Erstgebrauch und nach jeder Nutzung mit heißem Wasser und Spülmittel reinigen und gründlich trocknen; nicht für Spülmaschine, Mikrowelle oder Backofen geeignet

Letzte Aktualisierung am 12.10.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Mörser reinigen: die Grundregeln

In erster Linie gilt: Gebrauchsanweisung lesen. Bei guten Mörsern werden meist ausführliche Reinigungstipps mitgeliefert. Diese sollten unbedingt berücksichtigt werden.

Ansonsten solltet ihr euren Mörser je nach Mahlgut reinigen. Bei trockenen Pulvern reicht häufig ausklopfen oder auswischen mit einem sauberen Tusch. Bei feuchtem Mahlgut wie Curry-Pasten oder Pesto solltet ihr ausschließlich mit warmen Wasser und einem sauberen Küchenschwamm reinigen. So lassen sich fast alle Rückstände beseitigen.
Von Seife raten wir ab – sie greift das Material an und setzt sich leicht in den Poren / Rillen des Mörsers fest. Das Ergebnis ist ein häufig seifiger Geschmack der nur schwer wieder wegzubekommen ist.

Tipp: Wenn ihr das Gefühl habt, dass euer Mörser nicht richtig sauber ist oder noch Geschmack der zuvor gemahlenen Gewürze oder Kräuter enthält, könnt ihr mit trockenem Reis nachhelfen. Gebt einfach eine Handvoll Reis hinein und zerreibt ihn zu Pulver. Der Reis nimmt die Rückstände und damit die Gerüche gut auf. Anschließend den Reis entsorgen und die Prozedur gegebenenfalls wiederholen bis der Mörser sauber und das entstandene Reispulver schön weiß ist.

Granitmörser reinigen

Die Reibefläche eines Granitmörsers ist bewusst rau gelassen, damit das Mahlgut Halt findet – genau diese Rauheit hält aber auch Rückstände fest. Reinigt ihn mit warmem Wasser und einer Bürste mit festen Borsten, ohne Spülmittel. Bei fettigem Mahlgut wie Pesto hilft es, das Wasser einige Minuten stehen zu lassen, bevor ihr nachbürstet. Anschließend gründlich trocknen lassen, mit der Öffnung nach oben: Granit nimmt Feuchtigkeit auf, und ein feucht verräumter Mörser riecht beim nächsten Gebrauch muffig. Welche Gesteinsarten sich eignen, steht unter Mörser – Das Material.

Marmormörser reinigen

Marmor ist weicher als Granit und vor allem säureempfindlich: Zitronensaft, Essig oder Tomatenreste hinterlassen matte Flecken, wenn sie einwirken. Wischt einen Marmormörser deshalb möglichst gleich nach dem Gebrauch aus. Zum Reinigen genügen warmes Wasser und ein weicher Schwamm – keine harte Bürste, sie zieht auf der polierten Oberfläche mit der Zeit feine Kratzer. Entkalker, Essigreiniger und Scheuermittel gehören nicht an Marmor. Wie er sich sonst im Alltag schlägt, steht im Materialvergleich.

Steinmörser reinigen

Unter „Steinmörser“ laufen sehr verschiedene Gesteine, von Basalt über Lava bis zu unpolierten Granitsorten. Gemeinsam ist ihnen eine offenporige, ungeschliffene Oberfläche. Für die Reinigung gilt dasselbe wie bei Granit: warmes Wasser, Bürste, kein Spülmittel. Zusätzlich beachten solltet ihr den Temperatursprung – stellt einen heißen Steinmörser nicht unter kaltes Wasser. Das kann feine Risse verursachen, die man erst Monate später als Abplatzung bemerkt. Welche Steinarten wie hart sind, zeigt unsere Übersicht der Mörsermaterialien.

Holzmörser reinigen

Holz ist der einzige Werkstoff, bei dem Wasser zum Problem wird. Ein Holzmörser darf niemals einweichen und niemals in die Spülmaschine – er quillt auf, und beim Trocknen reißt er. Wischt ihn mit einem gut ausgewrungenen Tuch aus und lasst ihn offen stehend trocknen. Holz nimmt Aromen stärker auf als jedes andere Material: Ein Mörser, in dem einmal Knoblauch war, gibt diesen Geschmack noch Wochen später ab. Zur Pflege gehört bei Holz außerdem das Einölen – dazu weiter unten mehr. Vor- und Nachteile gegenüber Stein stehen im Materialüberblick.

Keramik- und Porzellanmörser reinigen

Keramik und Porzellan sind am pflegeleichtesten, weil sie außen glasiert und damit dicht sind. Sie vertragen Spülmittel und meist auch die Spülmaschine. Die Reibefläche im Inneren ist allerdings absichtlich unglasiert und rau – dort setzen sich Farbe und Aroma fest, besonders bei Kurkuma, Paprika und Safran. Diese Verfärbungen sind harmlos und lassen sich oft nicht ganz entfernen. Empfindlich sind sie gegen Stöße und schnelle Temperaturwechsel: nicht heiß abschrecken. Mehr dazu unter Mörsermaterialien im Vergleich.

Metall- und Edelstahlmörser reinigen

Metallmörser sind nicht porös, nehmen also weder Feuchtigkeit noch Geruch auf – das macht sie am leichtesten sauber. Edelstahl verträgt Spülmittel und in aller Regel die Spülmaschine. Bei Messing und Bronze ist es anders: Sie bilden mit der Zeit eine Patina, die viele bewusst erhalten wollen, und reagieren auf Säure. Hier genügen warmes Wasser und ein weiches Tuch. Scheuermilch und Stahlwolle gehören an keinen Metallmörser – sie hinterlassen Schleifspuren, in denen sich später erst recht Rückstände sammeln. Welche Metalle wofür taugen, steht im Materialteil.

Vor dem ersten Gebrauch: Mörser einweihen und einarbeiten

Ein neuer Mörser aus Stein, Granit oder Marmor ist nicht sofort einsatzbereit. Aus der Bearbeitung sitzt feiner Gesteinsstaub in den Poren, der sonst im ersten Pesto landet. Das Einarbeiten – manche sagen Einweihen – entfernt diesen Staub. Bei Keramik, Porzellan und Metall entfällt der Schritt, ein Holzmörser wird stattdessen einmal eingeölt.

  1. Grob ausspülen: Mit warmem Wasser ausspülen und abbürsten, um losen Staub zu entfernen. Trocknen lassen.
  2. Mit Reis mahlen: Eine Handvoll ungekochten Reis zu Pulver zerreiben. Das Pulver ist grau – das ist der Gesteinsstaub. Reis entsorgen und wiederholen, bis das Pulver weiß bleibt. Je nach Mörser zwei bis fünf Durchgänge.
  3. Mit Gewürzen nachziehen: Zum Abschluss ein paar Pfefferkörner oder grobes Salz mahlen und entfernen. Das nimmt dem Stein den mineralischen Eigengeruch.
  4. Trocknen lassen: Vor dem ersten Einsatz vollständig durchtrocknen lassen, mit der Öffnung nach oben.

Danach ist der Mörser eingearbeitet und bleibt es. Wie ihr anschließend richtig damit arbeitet, zeigen wir euch bei der richtigen Mörsertechnik.

Gerüche und Geschmack aus dem Mörser entfernen

Knoblauch, Chili und Currypasten setzen sich in den Poren fest und wandern ins nächste Mahlgut. Der Reis-Trick weiter oben ist dagegen das wirksamste Hausmittel, weil das Reispulver die Rückstände mechanisch aus den Poren holt, statt sie zu überdecken. Wenn er nicht reicht:

Grobes Salz
wirkt wie ein Scheuermittel, das sich rückstandslos wegspülen lässt. Eine Handvoll im trockenen Mörser verreiben, danach ausklopfen.
Frische Luft
unterschätzt und oft ausreichend. Den sauberen, trockenen Mörser einen Tag ans offene Fenster stellen – viele Aromastoffe verflüchtigen sich von selbst.
Natron
nur bei Stein und Edelstahl, als dünner Brei kurz einwirken lassen und gründlich ausspülen. Für Marmor und Holz nicht geeignet.
Zeit
bei Holz oft das Einzige, was hilft. Wer regelmäßig Knoblauch mörsert, sollte dafür einen eigenen Mörser haben.

Was nicht hilft: Spülmittel und Seife. Sie legen sich in die Poren und ersetzen den alten Geruch durch einen seifigen Beigeschmack.

Mörser einölen: wann es hilft und wann es schadet

Beim Einölen kommt es auf das Material an – beim falschen richtet es Schaden an.

Holzmörser profitieren davon. Ein- bis zweimal im Jahr mit einem lebensmittelechten, nicht trocknenden Öl einreiben, etwa Pflegeöl für Schneidebretter. Speiseöle wie Oliven- oder Sonnenblumenöl eignen sich nicht: Sie werden ranzig, und der Mörser riecht dann dauerhaft alt.

Stein, Granit und Marmor werden nicht eingeölt. Der Stein nimmt das Öl in die Poren auf, wo es weder verdunstet noch sich auswaschen lässt. Die Reibefläche wird glatt und verliert die Griffigkeit, wegen der man einen Steinmörser überhaupt benutzt.

Keramik, Porzellan und Metall brauchen ebenfalls kein Öl – sie sind dicht.

Häufige Fragen zur Mörser-Reinigung

Darf ein Mörser in die Spülmaschine?

In den meisten Fällen nein. Granit, Marmor, Stein und Holz werden durch Hitze, Reinigungsmittel und Dauerfeuchte angegriffen. Die Ausnahmen sind Keramik, Porzellan und die meisten Edelstahlmörser – bei ihnen spricht nichts dagegen, sofern der Hersteller es nicht ausschließt.

Warum soll man keine Seife für den Mörser verwenden?

Weil poröse Materialien die Seife aufnehmen und wieder abgeben. Das Ergebnis ist ein seifiger Beigeschmack, der sich kaum entfernen lässt – und bei Marmor greifen viele Spülmittel zusätzlich die Oberfläche an. Warmes Wasser und mechanisches Reiben leisten dasselbe, ohne diesen Nachteil.

Muss ich einen neuen Mörser vor dem ersten Gebrauch einarbeiten?

Bei Stein, Granit und Marmor ja: Aus der Bearbeitung sitzt Gesteinsstaub in den Poren, der sonst ins Essen gelangt. Zwei bis fünf Durchgänge mit ungekochtem Reis genügen, bis das gemahlene Pulver weiß bleibt. Keramik-, Porzellan- und Metallmörser brauchen das nicht.

Wie bekomme ich Knoblauchgeruch aus dem Mörser?

Zuerst mit ungekochtem Reis ausmahlen, danach grobes Salz trocken verreiben und ausklopfen. Hilft das nicht, den sauberen Mörser einen Tag an der frischen Luft stehen lassen. Bei Holz bleibt der Geruch oft dauerhaft – dort hilft nur ein zweiter Mörser für intensive Zutaten.

Wie trockne ich einen Mörser richtig?

Offen und mit der Öffnung nach oben, am besten über Nacht. Poröse Materialien geben Feuchtigkeit langsam ab; wer den Mörser feucht in den Schrank stellt, hat beim nächsten Gebrauch einen muffigen Geruch. Holzmörser sollten dabei nicht auf der Heizung stehen, sonst reißen sie.


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